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19.10.2018

Wenn es nach Ihnen geht, bin ich eine Zeitbombe, die nicht richtig tickt

15. Europäischer Depressionstag – 1. Oktober 2018
Berlin, 19. September 2018 – Die European Depression Association (EDA) ist eine Allianz aus Experten und Erfahrenen sowie medizinischen Fachkräften und Organisationen aus 17 europäischen Ländern. Seit 2004 setzen sich ihre Mitglieder dafür ein, das Bewusstsein für die Volkskrankheit Depression zu stärken und Vorurteile abzubauen – auch in den Medien. Anlässlich des 15. Europäischen Depressionstages am 1. Oktober 2018 (European Depression Day, „EDD“), der in Deutschland unter dem Motto „Depression und Vorurteile – Junge Erwachsene sind besonders betroffen“ steht, wendet sich der Autor Tobi Katze mit einem Statement direkt an die Medien. Katze weist Journalistinnen und Journalisten in ihrer Funktion als Multiplikatoren und Meinungsmacher auf ihre große Verantwortung hin. Er beschreibt die „Macht der ewig gleichen Bilder“ und warnt vor klischeehafter Berichterstattung.

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19.09.2018

Depression und Vorurteile – Junge Erwachsene sind besonders betroffen: Europäischer Depressionstag sieht speziellen Handlungsbedarf bei jungen Menschen

15. Europäischer Depressionstag – 1. Oktober 2018
Berlin, 19. September 2018 – Depressionen zählen zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen. Etwa 4,1 Millionen Menschen aller Altersgruppen sind derzeit in Deutschland betroffen. Weltweit sind es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) circa 350 Millionen Menschen. Die Depression kann mit schweren, oft nicht gleich erkennbaren, Beeinträchtigungen einhergehen. Obwohl durch Öffentlichkeitsarbeit und Fortbildung Depressionen schon häufiger diagnostiziert werden, bleiben Sie doch oft noch unerkannt und sind mit Unsicherheit bei Betroffenen und Angehörigen verbunden. Eine Depression kann mit vielfältigen psychischen und körperlichen Symptomen einhergehen, alltägliche Erledigungen werden beispielsweise zur unüberbrückbaren Hürde, und wenn eine Depression unbehandelt bleibt, kann sie zu einer schweren Erkrankung werden. 10 bis 15 Prozent aller depressiven Menschen sterben durch Suizid – in der Altersklasse der 15- bis 29-Jährigen sind Suizide heute sogar die zweithäufigste Todesursache. Depressive Symptome sieht man Betroffenen häufig nicht an. Hierdurch entstehen oft Vorurteile, ein sozialer Rückzug wird manchmal als fehlendes Interesse, Konzentrationsstörungen werden am Arbeitsplatz fälschlicherweise als fehlende Leistungsbereitschaft interpretiert.

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19.09.2018

Irrsinnig Menschlich e. V. – Präventionsprogramme für junge Menschen in Schule, Ausbildung und Studium helfen, psychischen Krisen vorzubeugen, sich nicht zu verstecken und Hilfe anzunehmen

15. Europäischer Depressionstag – 1. Oktober 2018
Berlin, 19. September 2018 – Seit der Gründung im Jahr 2000 setzt sich der Leipziger Verein Irrsinnig Menschlich e. V. erfolgreich für seelisches Wohlbefinden bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein. Etwa 75 Prozent aller psychischen Erkrankungen beginnen vor dem 20. Lebensjahr. Noch immer zählen Vorurteile und Stigmatisierung zu den Hauptursachen, die junge Menschen in seelischen Krisen davon abhält, über ihre Probleme zu sprechen und rechtzeitig Hilfe zu suchen. Irrsinnig Menschlich e. V. verkürzt mit seinen Präventionsprogrammen für junge Menschen in Schule, Ausbildung und Studium diese Zeitspanne. So kann psychischen Krisen und der Angst vor Stigmatisierung vorgebeugt werden. Jugendliche und junge Erwachsene lernen, ihre Not früher zu erkennen und wie wichtig es ist, Hilfe anzunehmen. Das Einzigartige an den Programmen ist, dass psychische Krisen immer in großen Gruppen – in der Klasse, im Hörsaal, in der Ausbildung – thematisiert und besprechbar gemacht werden.

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19.09.2018

In Bildungseinrichtungen müssen Bildungsinhalte ausgebaut werden, die der Förderung einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung dienen

15. Europäischer Depressionstag – 1. Oktober 2018
Berlin, 19. September 2018 – Die Depression ist die Krankheit der verlorenen Verbindung. Menschen mit Depressionen haben die Verbindung zu sich und der Welt verloren. Das umfasst ihr Gefühl zu sich selbst und ihr Gefühl gegenüber Mitmenschen, aber auch zur Natur und zu etwas „Höherem“, wie einer Idee, für die sie sich engagieren. „Aus diesem Wissen lassen sich Hinweise für die Therapie und für politisches Handeln ableiten, um präventive Rahmenbedingungen zu schaffen“, sagt Dr. Kirsten Kappert-Gonther, Sprecherin für Gesundheitsförderung der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag und Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, anlässlich des 15. Europäischen Depressionstages.

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19.09.2018

Prävention statt Depression – Jugendliche vor psychischen Problemen im Erwachsenenalter bewahren

15. Europäischer Depressionstag – 1. Oktober 2018
Berlin, 19. September 2018 – Psychische und psychosomatische Erkrankungen sind Volkskrankheiten und betreffen jedes Jahr etwa ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland. Auch Depressionen spielen in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle. Aus Sicht der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN) werden psychische Krankheiten aber nicht häufiger, sondern sichtbarer. Repräsentative Studien – wie die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS) des Robert Koch-Instituts – belegen, dass die Prävalenz von psychischen Erkrankungen in der Allgemeinbevölkerung in den letzten Jahren, seit dem Bundesgesundheitssurvey 1998 kaum angestiegen ist. Allerdings werden sie heute häufiger diagnostiziert. Das liegt zum einen daran, dass erfreulicherweise immer mehr Menschen Hilfe suchen, zum anderen, dass es ihnen weniger schwerfällt, über Depressionen zu sprechen, aber auch daran, dass somatische Beschwerden vermehrt auf psychische Ursachen hin untersucht werden. Das Bewusstsein für die Zusammenhänge von körperlichem und seelischem Leiden ist in den letzten Jahren nicht nur gestiegen, sondern man redet auch offen darüber. Die Enttabuisierung psychischer Leiden tut den Menschen gut.

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