Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen – und sie können das Leben tiefgreifend verändern. Für Betroffene bedeutet die Erkrankung oft weit mehr als eine vorübergehende Niedergeschlagenheit: Sie kann die Lebensqualität erheblich einschränken, den Alltag erschweren und dazu führen, dass Menschen sich zunehmend zurückziehen und den Kontakt zu Familie, Freunden und ihrem sozialen Umfeld verlieren. Die Auswirkungen einer Depression reichen damit über das individuelle Erleben hinaus: Sie können Familien und soziale Beziehungen ebenso betreffen wie das Arbeitsleben und die gesellschaftliche Teilhabe. Depression ist daher nicht nur ein persönliches, sondern auch ein gesellschaftliches Thema. „Etwa jeder fünfte Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens an einer Depression. In Deutschland leiden derzeit schätzungsweise 4 bis 5 Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression“, sagt Prof. Dr. med. Detlef E. Dietrich, Repräsentant der European Depression Association (EDA) in Deutschland und Ärztlicher Direktor am AMEOS Klinikum Hildesheim. „Damit hat diese Erkrankung eine große gesellschaftliche Relevanz.“ Depressionen aus der Tabuzone holen Der Europäische Depressionstag wurde vor mehr als 20 Jahren von der European Depression Association ins Leben gerufen und findet in diesem Jahr am 4. Oktober 2026 statt. Unter dem Leitmotiv „Depressionen stoppen! Licht ins Dunkel bringen.“ setzt der europaweite Aktionstag ein Zeichen für mehr Aufklärung und einen sensibleren Umgang in der Gesellschaft. Gleichzeitig soll die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen weiter abgebaut werden. „Wir müssen Depressionen als Erkrankung in der Öffentlichkeit noch sichtbarer machen. Ein kontinuierlicher Dialog und die dauerhafte Auseinandersetzung mit dem Thema sind entscheidend, um die Erkrankung früh erkennen und behandeln zu können sowie Verständnis und Akzeptanz zu fördern“, betont Prof. Dr. Dietrich. Drei Perspektiven auf eine Erkrankung Anlässlich des Europäischen Depressionstags findet am 2. Oktober 2026 im Bundestag in Berlin eine Pressekonferenz statt. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen, gesellschaftliche Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze im Umgang mit Depressionen. Auf dem Podium diskutieren Wolfgang Grupp, erfolgreicher Unternehmer und ehemaliger Kopf von Deutschlands größtem Hersteller von Sport- und Freizeitbekleidung Trigema, Dr. Axel Paeger, Gründer und Vorsitzender des Vorstandes der AMEOS Gruppe, sowie Prof. Dr. med. Detlef E. Dietrich, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und anerkannter Experte für depressive Erkrankungen. Depression ist nicht allein eine medizinische Diagnose, sondern eine Erkrankung, die Betroffene, Angehörige, Arbeitgeber, das Gesundheitssystem und die Gesellschaft insgesamt betrifft. Pressekonferenz zum Europäischen Depressionstag 2026 2. Oktober 2026 | 11 Uhr I Paul-Löbe-Haus (Eingang West) I Konrad-Adenauer-Straße 1 I 10557 Berlin I Raum E 200Hinweis zum Zutritt: Pressevertreterinnen und -vertreter mit einer gültigen Akkreditierung für Einrichtungen des Deutschen Bundestages benötigen keine weitere Anmeldung. Medienvertreterinnen und -vertreter ohne entsprechende Akkreditierung werden gebeten, sich bis zum 29.09.2026 unter Angabe ihres Vor- und Nachnamens und ihres Geburtsdatums per E-Mail an erken.schroeder@ameos.ch anzumelden. Für den Zutritt zum Paul-Löbe-Haus ist ein gültiger Personalausweis erforderlich.
